Reallabor Altstadt! Das Experiment als Inkubator für Stadtentwicklung

Im Sommer 2019 wurden die Straßen und Plätze der Hamburger Innenstadt mächtig aufgewirbelt, als dort Orte des Sprechens und Denkens entstanden, die alle durch eine gemeinsame Frage verbunden waren: Wie wollen wir in Zukunft in der Stadt leben? Projekte wie „Altstadt neu denken“ mit Kunstinstallationen und Stadtexpeditionen im öffentlichen Raum und die Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier „Stadtraum für Menschen“ schufen Anlässe, einen urbanen Raum neu zu diskutieren, der bislang von festen Gewohnheiten und Spielregeln geprägt war. Unter dem Dach der Initiative „Altstadt für Alle!“  und dem Projektträger Patriotische Gesellschaft von 1765, teils finanziert vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, konnten über mehrere Monate immer neue Diskussionsräume eröffnet und offengehalten werden.   

Bild für Bild, auf Facebook, Instagram und Webseiten teilten die Macher der Projekte ihre Eindrücke und die trugen die Handschrift der Improvisation, des Experimentes, der berühmten „Work in Progress“. Für Perfektionisten, die sich von solchen Aktionsräumen das fertige Bild einer lebenswerten, nachhaltigen, sozialen Stadt versprechen nicht leicht zu verdauen. Aber ist perfektionistische Planung der Weg zur nachhaltigen Stadtentwicklung? 

Bei der Workshop Reihe „Alle machen Stadt!“ am 25. Oktober 2019 nahm Florian Marten, einer der Initiatoren, diese Frage ins Visier. Ein reales Stadtlabor dient seiner Ansicht nach gerade dem Zweck, für alle beteiligten Akteure aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Immobilienwirtschaft neue Handlungsräume zu eröffnen. Wo neue Ideen ausprobiert und gewohnte Verhältnisse in Frage gestellt werden, entsteht die Möglichkeit für Neues und es gibt die Möglichkeit zu scheitern. Gerade diese letzte Möglichkeit ist spielentscheidend, um herauszufinden wie nachhaltige Stadtentwicklung funktionieren kann.    

Ein gutes Beispiel für den Mut, einfach loszulegen und auf dem Weg wertvolle Erfahrungen zu sammeln, war die Fußgängerzone auf Zeit im Rathausquartier. Von Anfang an stellte das Projekt die Organisatoren vor unerwartete Hürden wie den Umstand, dass die Polizei einen Beschilderungsplan einforderte. Juristische Probleme erfordern manchmal kreative Lösungen und so entstanden über Nacht Schilder aus Kaffeesäcken, die im Stil aber nicht im Regulierungssinn von Verkehrsschildern Vorschläge zur Nutzung der autofreien Straßen zeigten. Auch Parkplätze, die in der Aktionszeit nicht genutzt werden konnten und mit Sondernutzungsgebühren freigekauft werden mussten bereiteten allen Beteiligten Kopfzerbrechen.  

Als Erfahrungswert bleibt, dass die Macher sich in Zukunft für mutige Modellprojekte wie dieses von der Stadt flexiblere Rahmenbedingungen wünschen. Nebenbei ist aus dem Experiment aber auch etwas entstanden, das eben nicht planbar ist: in der autofreien Zone auf Zeit kamen Quartiersbewohner, Gastronomen, Grundstückseigentümer und die Projektmacher ins Gespräch über die Zukunft ihres Quartiers. Auch wurde der Wegcharakter jener Strecke sichtbar und erlebbar, die als “Katharinenweg” vom Rathausmarkt über die Kleine Johannisstraße und die Zollenbrücke zur Hauptkirche St. Katharinen führt. Von der IG Katharinen als erster gedanklicher und stadträumlicher Pfad für die Aktivierung der Altstadt erfunden, bildete dieser Weg den Ursprung der Initiative “Altstadt für Alle!”.  

Eindruck von der autofreien Zone im Rathausquartier

Eine Straßenquerung weiter, in der „Werkstatt Gröninger Hof“ fanden die Workshop Teilnehmer einen ganz konkreten Ort der Quartiersentwicklung und die Gelegenheit, dort über die Zukunft des alten Parkhauses zu diskutieren das bald in ein Wohnhaus umgewandelt werden soll. Im Geist der Improvisation wurde das Erdgeschoss im Frühjahr 2019 von „Altstadt neu denken“ aktiviert. Studierende der nahe gelegenen Hafen City Universität nutzten die Garage für Präsentationen oder Gruppenarbeiten. Gleichzeitig entstand eine Werkstatt im buchstäblichen Sinne, weil dort vom LU’UM Kollektiv Straßenmöbel gebaut wurden, die später im Rathausquartier für eine gemütliche Nutzung der autofreien Straßen bereitstanden. Auch “wohnte” hier der Altstadtdrache, ein fröhlicher, großer Luftballondrache, der als Symbol zur Belebung von Orten im Sommer durch die Straßen der Altstadt flog. Sein Präsenz brachte dem Parkhaus auch den Beinamen “Drachengarage” ein. 

Mit Sofa und Sitzmöbeln, Kunstwerken und einer beleuchteten Bar wurden die Atmosphäre und der Anlass geschaffen, Ideen für eine zukünftige Nutzung des Hauses auszutauschen. Ein Brainstorming mit Vorständen und Initiatoren der Genossenschaft Gröninger Hof brachte viele Einfälle mit sich: von der Laborküche im Erdgeschoss über nicht-programmierte Freiräume für Quartiersbewohner bis zu einem Barfußpark auf dem Dach und Kletterwänden am Haus. Solche Entwürfe für die Zukunft vor Ort zu diskutieren hat den Vorteil, dass man sich von Standards wie „grüne Energie“ oder „Mobilitätshubs“ lösen und mit der Frage befassen kann „Wie wollen wir in Zukunft in diesem Quartier und in diesem Haus leben?“. Die Workshop Reihe „Alle machen Stadt!“ hat insofern einmal mehr gezeigt, dass sich gerade im Provisorium über die Zukunft der Stadt nachdenken und sprechen lässt. Nun gilt es, aus den Laborergebnissen eine nachhaltige Strategie für die zukünftige Quartiersentwicklung zu entwickeln. 

Eindruck von der Drachengarage
Brainstorming für die Entwicklung des Parkhauses

Autorin: Julia Barthel  

Berichte aus der Presse über die „temporäre Fußgängerzone“ im Rathausquartier

Pressebesuch im Reallabor “Altstadt Neudenken”

Redakteur Urs Spindler vom internationalen Hamburger-Magazin “gentle rain” besuchte Rolf Kellner und Tu Phung Ngo vom Projekt “Der Drache erweckt die Hamburger Altstadt” und setzte dabei einen ganz besonderes Augenmerk auf die Verkehrswende. Wer in der Altstadt unterwegs ist, findet überall Herausforderungen, Plätze und Wege unter rein autogerechten Bedingungen zu beleben. In seinem Essay Bahn frei über Visionen zur Verkehrswende thematisiert Spindler auch unser Aktionsprogramm Altstadt Neudenken und resümiert, er habe ein Projekt gefunden, das Lust und Hoffnung auf neue Wege mache. Danke “gentle rain” für dies Kompliment!

Aus rechtlichen Gründen können wir natürlich keine Seiten vom Magazin ins Netz reinstellen. Wer sich aber gerne in Ruhe den Essay lesen möchte, nebst spannenden und optisch gut aufgemachten weiteren Artikeln, kann direkt das Magazin auf deren Webseite erwerben: https://gentlerainmag.com/

Wir sind übrigens auf Seite 28 in der aktuellen Ausgabe 4 von 2019!

Wie klingt ein Drache im Parkhaus?

Die Frage klingt zunächst etwas eigenartig und die schnelle Antwort der meisten Erwachsenen darauf wäre, dass sie uns auf einen abwegigen Märchentrip führt.

Stichwort Märchen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich als Kind „Die unendliche Geschichte“ von einem meiner Lieblingsautoren Michael Ende mit dem Drachen Fuchur gelesen habe. Der Drache Fuchur, mit seinen schönen, vertrauensvollen Augen und dem weichen weißen Fell, der um die Welt fliegen konnte. So fasziniert war ich von diesem Drachen und fest davon überzeugt, dass auch ich irgendwann meinem Fabelwesen Fuchur begegnen würde. Wer möchte nicht einen Begleiter, der dich überall hinfliegen lässt? Einen Glücksbringer, der dir nur Gutes bringt und einen Unterstützer, der dir Mut auf deinem Weg zur Verwirklichung deiner Träume gibt?

Wenn ich mich heute, als Erwachsene, mit den Drachen Fuchur unterhalten könnte, dann würde er mir sagen, dass wir unsere Herzensprojekte nicht einfach aufgeben sollten und mehr Mut brauchen, Dinge anders zu sehen und aus dieser Sichtweise heraus die Welt zu verändern. Ein solches Herzensprojekt ist die Hamburger Altstadt zu beleben.

Zurück zum Parkhaus.

Die Verwandlung eines tristen Parkhauses in einen lebendigen Wohn- und Gewerberaum für das umliegende Quartier ist so ein Baustein, zur Belebung der Hamburger Altstadt. Erbaut in den 1960er Jahren steht das mittlerweile stark in die Jahre gekommene Parkhaus „Neue Gröningerstraße“ mitten in der City wie ein Symbol für die heute nicht mehr zeitgemäße ausschließlich autogerechte Stadt. Doch ein Wandel kündigt sich an, denn der Bedarf nach Parkraum wird in Zukunft deutlich zurückgehen.

Die Verwandlung bahnt sich ihren Weg, weil der Wunsch nach Begegnungsräumen in den Straßen des Katharinenquartiers wächst und schon reichen die Wünsche über die Grenzen des Parkhauses hinaus. Hin zu einer Neuen Gröninger Straße, die auch eine Spielstraße werden könnte. Und weiter zu einer lebendigen und nachhaltigen Altstadt mit Raum zum Leben und Arbeiten, zum Spielen und kreativ sein. In der „unendlichen Geschichte“ hat die Frage danach, was Märchen und was Wirklichkeit ist, einzig mit der Vorstellungskraft zu tun und im Grunde verhält es sich doch mit Städten nicht anders, oder?

Als vernünftiger Erwachsener weiß man nun: Es gibt keinen Drachen Fuchur, der auf mich aufpasst und Mut schenkt. Das mag so sein, aber in der Nacht der Kirchen am 14. September 2019 passierte

in meinen Augen letztendlich doch etwas wie ein Wunder. Wer von uns würde glauben, dass aus dem City Parkhaus in der Neuen Gröningerstraße, ein strahlend gelber Drache hinausschwebte? Er sah zwar nicht aus wie Fuchur, aber er brachte den Menschen viel Freude.

Kinder und Erwachsene bekamen funkelnde Augen, wenn sie ihn sahen. Das Wunder hörte aber mit dem gelben Drachen nicht auf. Aus seinem Versteck, dem Parkhaus, der Drachengarage, erklangen laut hörbar seine Rufe. Metaphorisch gesehen.

Es war der Ruf der Bigband „Tuten & Blasen“, die mit ihren Klängen, ein Gefühl von “Hier passiert etwas, wachet auf, liebe Menschen!” hervorriefen. Und als das Wunder für mich eigentlich vorbei sein sollte, da merkte ich, dass es eigentlich schon immer da war. Die Kraft, etwas Neues zu schaffen, liegt in uns und der Drache als Symbol machte sie für uns alle an diesem Tag sichtbar. Fuchur aus der „unendlichen Geschichte“ gab mir also als Kind etwas mit, das ich als Erwachsene nicht vergessen sollte: Die Geschichte ist nie zu Ende. Sie ist ein endloser Prozess von Veränderungen, manchmal kommen sie langsamer, manchmal kommen sie schneller; es liegt nur an uns, wann wir unseren Mut und unsere Kraft entfalten.

Autorin: Tu Phung Ngo, Leiterin des Nachhaltigkeitprojektes „Der Drache erweckt die Hamburgische Altstadt“

Parkhaus Konzert

Drachentanz und Straßensperrung

Bei der Nacht der Kirchen am 14. September 2019 zeigte sich: Es ist möglich, selbst einen Unort wie eine sechsspurige Hauptverkehrsader in einen lebendigen Ort zu verwandeln. Indem man die Funktion der Straße einfach in Grund und Boden tanzt. Mit heißen Salsa Rhythmen und vielen Füßen brachten Anlieger und Anwohner ihren Wunsch nach einem zusammenhängenden Quartier in der Hamburger Altstadt auf den Punkt. Seit Jahrzehnten zerschneidet die Willy-Brandt-Straße die Innenstadt und verhindert eine organische Verbindung zwischen dem Rathausquartier und dem Katharinenquartier. Aber für eine knappe halbe Stunde, in der die Menschen sich den Raum zurückeroberten, mit Tanz und Musik, war das alles vergessen.  

Die Hauptkirche St. Katharinen und die Initiative „Altstadt für Alle“ wollen mit dieser Aktion nicht nur für einen leeren Straßenraum und die Mobilitätswende in der Stadt demonstrieren. Es geht um konkrete Vorschläge für ein Mehr an Lebenskultur, die das ganze Quartier einbinden. So riefen Musik und Tanz in dieser Nacht auch den Altstadtdrachen auf den Plan, unser Symboltier für Veränderung, Neugier und Lebendigkeit. Strahlend gelb, in der Farbe der Gründungsinseln von Hamburg, setzte er sich an die Spitze der Bewegung und lockte die tanzenden Stadtbewohner von der Straße tiefer ins Quartier hinein, zum Parkhaus in der Neuen Gröninger Straße.  

Mit der „Drachengarage“ wurde das alte Parkhaus schon Monate zuvor verwandelt und als Kraftort für eine künftige, lebendige Neubebauung markiert. Mit der Musik der Big Band „Tuten und Blasen“, ihres Zeichens Spezialisten für Konzerte an ungewöhnlichen Orten, wurden alle nahtlos von der Hauptverkehrsstraße in einen ihrer Seitenarme getragen. Mit einem fulminanten Parkhauskonzert schloss sich der erste Kreis aus Straßenbesetzung und Straßenfest an diesem Abend. Ein fantasievolles und ungewöhnliches Gewirk aus improvisierten Tönen, das direkt aus dem Ort eines morbiden Parkhauses heraus entstand. Die Musiker spielten spontan und ohne Sichtkontakt, so spontan und ohne Masterplan, aus der freien Bewegung, wie sich auch ein lebendiges Quartier in der Hamburger Altstadt entwickeln kann.  

Wenig später ging das Fest beim nächsten Kraftort am Alten Stadthafen auf der Zollenbrücke weiter, wo mit Bühne und Cocktailbar unter freiem Himmel ein Ort belebt wurde, der sonst nur als Nebenschauplatz einer großen Straße wahrgenommen wird. Hier knüpfte der Stadtplaner Rolf Kellner an die Aktionen im Architektursommer an, bei denen er im Projekt “Der Drache belebt die Hamburgische Altstadt” durch das Zusammenspiel von Kunst, Licht und Wasser ungeahnte Aufenthaltsqualitäten schuf.  

Auf diese und ähnliche Weise wurden dieses Jahr im Projekt “Der Drache belebt die Hamburgische Altstadt” Kraftorte und Potentiale für eine nachhaltige Stadtentwicklung sichtbar gemacht, mit Mitteln des Rates für nachhaltige Entwicklung (Berlin) gefördert, und von Bewohnern und Initiativen neu entdeckt. Lokal verankert wurden alle Aktionen durch die Kombination mit Events wie dem Hamburger Architektursommer, der temporären Fußgängerzone im Rathausquartier, dem Tag des Offenen Denkmals und der Nacht der Kirchen. Für die Zukunft jedenfalls hat der Tanz des Drachen gerade erst begonnen…  

Salsa auf der Willy-Brandt-Straße

Aufgepasst!

Altstadt neudenken macht weiter: Füßgängerzone im Rathausquartier startet vom 01.08. bis zum 31.10.2019!

Altstadt neudenken Touren!

Bis zum 23.6. gehen wir auf Tour durch die Altstadt von Hamburg und laden Sie ein, uns zu begleiten. Über die vier Gründungsinseln von Hamburg, durch drei Kraftorte, zu temporären Orten und Kunst im Raum auf einem Pfad durch Geschichte und Gegenwart der Stadt. Entdecken Sie mit uns die Altstadt neu – jeden Tag von Montag bis Sonntag um 18.00 Uhr, bei Nachtführungen am Freitag und Samstag um 21.00 Uhr und bei unseren Sonderführungen mit Drachenbegleitung am Samstag und Sonntag um 15.00 Uhr! Treffpunkt ist unser Pavillon am Hopfenmarkt vor dem Mahnmal St. Nikolai und die Touren dauern ca. 1,5 Stunden.

Carillon Konzert Mahnmal St. Nikolai

Am Samstag dem 22.6. treffen an einem unserer Kraftorte beim Mahnmal St. Nikolai die Norddeutschen Carillonneure für ein Sommerkonzert zusammen! Das Turmglockenspiel von St. Nikolai ist eines der größten in Deutschland und wird zwischen 11.00 und 13.00 Uhr sowie von 15.00 bis 17.00 Uhr live bespielt. Genießen Sie das Konzert im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchenschiffs in einer ganz besonderen Atmosphäre, mitten in der Altstadt von Hamburg!

Turmglockenspiel im Mahnmal St. Nikolai

Bridge Gigs for Peace

Am 22. Juni gibt es Live-Musik auf drei Brücken in der Speicherstadt! Neun Hamburger Nachwuchsmusiker setzen ein Zeichen für Frieden und Vielfalt mit Akustik-Gigs und eigenen Songs auf Deutsch und Englisch. Die Bridge Gigs for Peace zeigen, wie Musik uns alle verbindet und finden in einem der schönsten urbanen Räume von Hamburg statt. Los geht es um 16.00 Uhr auf der Kibbelstegbrücke. In den Pausen können die Zuhörer die Brücke wechseln, um weitere Konzerte auf der Jungfernbrücke ab 16.15 Uhr und auf der Neuerwegsbrücke ab 16.30 zu erleben. Wer mag, kann im Anschluss um 18.00 Uhr zum Hopfenmarkt kommen und sich einer Tour von Altstadt neudenken anschließen!

Konzertort Jungfernbrücke

Klimaprobe am Nikolaifleet

Bei Anbruch der Dunkelheit erleuchten wir den ursprünglichen Stadthafen von Hamburg mit unserer Klimaskulptur über dem Wasser! Kommen Sie mit uns zu einer Sonderführung am Freitag dem 21.6. oder Samstag dem 22.6. um 21.00 Uhr und erleben, wie Klimadaten im Stadtraum sichtbar gemacht werden. Mit Wasser und Licht erwacht ein historischer Ort im Herzen der Stadt zu neuem, nächtlichen Leben. Wir treffen dort auf das Künstler Duo Werner Jarmatz und Karl-Heinz Maukel, die gekonnt Kunst und urbanen Raum miteinander verweben.

Klimaprobe erleuchtet historischen Stadthafen

Katharina feiert!

Am Donnerstag dem 20.6. feiert St. Katharinen ein Gemeinde- und Stadtteilfest und wir schauen mit unserem Altstadt Drachen vorbei! Mit einem Kinder- und Familienfest, Musikbühne und Gastronomen aus dem Quartier wird der Katharinenkirchhof lebendig und rockt die Altstadt. Wir ziehen auf unserer Tour am Donnerstag um 18.00 Uhr am Hopfenmarkt mit dem Drachen los und besuchen ein Fest auf dem sich zeigt: die Altstadt lebt, wenn wir es wollen!

Eröffnung Altstadt neudenken

Wer neugierig ist, was es mit Altstadt neudenken auf sich hat, kann morgen bei unserer Eröffnung am Hopfenmarkt mehr erfahren! Los geht’s um 19:00 Uhr am Mahnmal St. Nikolai. Wir starten mit einer ersten Tour hinunter in das Kellergewölbe des Mahnmals zum Raum-Kunstwerk „Basement Poem“ und von dort weiter zum alten Alsterhafen, wo mit der Skulptur „Klimaprobe“ eine spannende Perspektive auf den Stadtraum geöffnet wird. Einige Worte zu unserem Projekt, Verpflegung vom Klütjenfelder Hafengrill und eine neue Wahrnehmung von Raum und Stadt warten auf euch!

Bald geht es los!

Auf den Spuren der Geschichte entdecken wir die Altstadt, thematisieren die urbane Gegenwart und stellen das Potential für eine nachhaltige Zukunft heraus: Altstadt_neudenken.

Vom 07. bis 23. Juni gehen wir auf Tour über die vier hamburgischen Gründungsinseln, über Alster, Elbe und Bille – hin zu drei Kraftorten und 21 Stationen, an denen die Brüche und Potentiale der Hamburger Altstadt sichtbar werden. Zusammen mit Künstlern und Kulturschaffenden, mit Licht und Klang, temporären Orten und Musik laden wir Euch und Sie ein, die Altstadt neu zu entdecken und zu fragen: Wie kann hier die nachhaltige Stadt von Morgen aussehen? Treffpunkt ist immer der Hopfenmarkt am Mahnmal St. Nikolai. Die geführten Touren dauern etwa 1, 5 Stunden und laufen auf Spendenbasis – Zeiten und weitere Infos sind in unserem Veranstaltungskalender zu finden.

Der Altstadt Drache erwacht!

Im Rahmen der Ausschreibung des Nachhaltigkeitfonds 2018 haben sich Tu Phung Ngo und Rolf Kellner zusammen mit der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und unterstützt von der Initiative Altstadt für Alle mit ihrem Projekt beworben und gewonnen. Nun müssen den Worten Taten folgen und im Rahmen des Architektursommers 2019, welcher im Fokus des hundertjährigen Jubiläums des Bauhauses steht, werden wir als Projekt mit einem Team von engagierten Kooperationspartnern und Studierenden zukunftsweisende Stadtführungen und Aktionen zum Entdecken und Beleben des Altstadtraums und BürgerInnen und AnwohnerInnen im Stadtlabor die Altstadt zusammen mit neu zu denken und zu erfahren.

..weiterlesen

Besuchen und folgen Sie auch unserer Facebookseite und unserem Instagramaccount für tagesaktuelle Informationen.